Einladung zur Fachtagung DISkurs:
Dissoziative Identitätsstörung-Perspektiven verbinden Komplexität verstehen
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
die Dissoziative Identitätsstörung (DIS) stellt für Betroffene, Behandelnde und die Gesellschaft gleichermaßen eine komplexe Herausforderung dar. Die Lebensrealitäten Betroffener, unterschiedliche wissenschaftliche Ansätze und klinische Erfahrungen haben wertvolle Erkenntnisse hervorgebracht – oft jedoch aus getrennten Blickwinkeln und
emotional aufgeladen.
Ziel unserer Fachtagung DISkurs ist es, diese Perspektiven zusammenzuführen, die zugrundeliegenden Dynamiken besser zu verstehen und einen offenen, respektvollen Austausch zu fördern.
Wie in der Behandlung der DIS sich innere Anteile verbinden und Integration möglich wird, so möchten wir auch auf fachlicher Ebene Brücken schlagen zwischen den verschiedenen Bereichen.
So entsteht ein Raum, in dem unterschiedliche Positionen einander ergänzen und das komplexe Krankheitsbild DIS in seiner Vielschichtigkeit sichtbar, verstehbar und differenziert diskutierbar wird – als Beitrag zu einer besseren Versorgung und einer fundierteren Praxis im Umgang mit Betroffenen.
Unsere Referentinnen und Referenten
Dagmar Bethke
Erste Polizeihauptkommissarin a. D., ehemalige Opferschutzbeauftragte, Vorstand des AntigewaltKompetenzZentrums AKZ e. V., Gründungsmitglied von NODO - opfergerechte Kriminalprävention
Kirsten Böök
Leitende Ministerialrätin Niedersächsisches Justizministerium, Juristin; Trauma und Justiz
Ramona Geupert
Vertreterin der Selbsthilfe, Expertin aus Betroffenenperspektive
Prof. Dr. phil. Petra Hasselmann
Professorin für Kriminalistik an der Hochschule für Öffentliche Verwaltung Bremen, Kriminologin M.A.; kriminologische und kriminalistische Perspektiven
Dr. rer. nat. Philipp Herzog
Wissenschaftler an der RPTU Kaiserslautern-Landau, Psychologischer Psychotherapeut; transdiagnostischer Ansatz bei komplexen, traumabezogenen psychischen Störungen
Dr. med. Alexander Jatzko
FA für Psychiatrie und Psychotherapie, Chefarzt und Klinikdirektor der CuraMed Privatklinik Stillachhaus Oberstdorf; Neurobiologische Korrelate der Dissoziativen Identitätsstörung
Dr. med. Andreas Krüger
FA für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Paar- und Familientherapie, Ärztlicher Leiter der Stiftung Ankerland Trauma-Therapiezentrum für Kinder und Jugendliche gGmbH und des Instituts für Psychotraumatologie des Kindes- und Jugendalters
Prof. Dr. rer. nat. Hans J. Markowitsch
Neurowissenschaftler; Gedächtnis und Amnesie
Prof. Dr. phil. Andreas Mokros
Professor für Persönlichkeits-, Rechtspsychologie und Diagnostik an der Fernuniversität in Hagen; Entstehung und Diagnostik von Persönlichkeitsstörungen, forensische Risikobeurteilung
Dr. Ellert Nijenhuis
Psychologe, Psychotherapeut, Traumatherapeut, Forscher (im Ruhestand), Dozent, Autor; Behandlung chronisch traumatisierter Menschen, Forschungsergebnisse zum Thema Dissoziation
Prof. Dr. phil. Aileen Oeberst
Professorin für Sozialpsychologie an der Universität Potsdam; Belastbarkeit und Beeinflussbarkeit von (traumatischen) Erinnerungen
Manfred Paulus
Erster Kriminalhauptkommissar a. D., rituelle sexuelle Gewalt an Kindern
Prof. Dr. med. Stefan Röpke
FA für Psychiatrie und Psychotherapie, Ärztlicher Direktor und Chefarzt bei Oberberg, Leiter Forschungsbereich Traumafolgestörungen an der Charité Berlin
Martina Rudolph
FÄ für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Leitende Ärztin der Klinik am Waldschlößchen Dresden; Fallstricke in der Behandlung der Dissoziativen Identitätsstörung
Prof. Dr. med. Ulrich Sachsse
Psychiater, Psychosomatiker, Psychotherapeut, Traumatherapeut, Dozent, Autor, Forscher; Behandlung und Erforschung von Traumafolgestörungen
Dr. med. Harald Schickedanz
FA für Innere Medizin, Psychosomatik und Psychotherapie, Ärztlicher Direktor des Reha-Zentrums Bad Dürrheim der Klinik Hüttenbühl; stationäre Behandlung der Dissoziativen Identitätsstörung
Rudolf von Bracken
Fachanwalt für Familienrecht; Kinderrechte und Opferschutz
PD Dr. rer. nat. Larissa Wolkenstein
Akademische Direktorin am Lehrstuhl Klinische Psychologie und Psychotherapie der LMU München; Therapiebezogene Veränderungen traumatischer Erinnerungen
Hotels & Zimmerkontingente
Für die Fachtagung haben wir in mehreren Hotels ein begrenztes Kontingent an vergünstigten Zimmern organisiert.
Die Buchung läuft jedoch komplett über die Hotels selbst – Sie wählen Ihr Hotel, reservieren dort direkt und erhalten auch die Rechnung vom Hotel.
Bei der Reservierung bitte „DISKURS“ angeben, um die vereinbarten Sonderkonditionen zu erhalten.
Die Angebote gelten solange Zimmer im Kontingent verfügbar sind (Zeitraum: 17.–21.09.2026).
Best Western
Lothar-Daiker-Straße 6
97980 Bad Mergentheim
Tel. 07931 5390
E-Mail verkauf@parkhotel-mergentheim.de
Savoyhotel Bad-Mergentheim
Erlenbachweg 17
97980 Bad Mergentheim
Tel. 07931 5990
E-Mail info@savoyhotel-bad-mergentheim.de
Hotel Central
Hans-Heinrich-Ehrler-Platz 38-40
97980 Bad Mergentheim
Tel. 07931 964900
E-Mail info@centralmergentheim.de
Hotel DasSchaffers
Edelfinger Str. 7
97980 Bad Mergentheim
Tel. 07931 97120
E-Mail info@dasschaffers.de
Hotel Bundschu
Milchlingstraße 24
97980 Bad Mergentheim
Tel. 07931 9330
E-Mail info@hotel-bundschu.de
Vitalhotel König am Park
Erlenbachweg 21,
97980 Bad Mergentheim
Tel. 07931 544-0
E-Mail mail@vitalhotel-koenig.de
Vorläufiger Ablaufplan
Stand 28.11.2025
Hinweis: Wir entwickeln das Programm fortlaufend weiter. Titel und Inhalte der Beiträge können sich noch ändern.
Freitag, 18. September 2026
| ab 11:00 Uhr | Anreise, Ankunft, Anmeldung |
| 12:00 Uhr | Begrüßung durch die Tagungsleiterinnen Fr. Dr. Martina Holdreich und Fr. Jutta Bungenstab |
| 12:15 Uhr | Einführungsvortrag „Multiple Realitäten – Einige persönliche Anmerkungen zu zwei Unmöglichkeiten“ Prof. Dr. med. Ulrich Sachsse |
| 13:00 Uhr | Prof. Dr. med. Stefan Röpke |
| 13:45 Uhr | Pause (15-20 min Speakers-Corner) |
| 14:15 Uhr | Arbeitstitel: „Zwischen PTBS, dissoziativen und Persönlichkeitsstörungen: Transdiagnostische Konzepte für die Behandlung komplexer psychischer Störungen“ Dr. rer. nat. Philipp Herzog |
| 15:00 Uhr | Arbeitstitel: „Stationäre Behandlung der Dissoziativen Identitätsstörung“* Dr. med. Harald Schickedanz |
| 15:45 Uhr | Pause (15-20 min Speakers-Corner) |
| 16:15 Uhr | „Fallstricke bei der Behandlung von DIS-PatientInnen“ Martina Rudolph (inkl. 15 min Publikumsfragen) |
| 17:15 Uhr | „Warum ist Selbsthilfe so wichtig und welche Probleme gibt es in der therapeutischen Arbeit?“ Ramona Geupert (inkl. 15 min Publikumsfragen) |
| gegen 18:15 Uhr | Verabschiedung der Gäste |
Samstag, 19. September 2026
| ab 8:30 Uhr | Ankunft |
| 09:00 Uhr | „Dissoziation: Was wissen wir, was realisieren wir?“ Dr. Ellert Nijenhuis |
| 09:45 Uhr | Dr. med. Andreas Krüger |
| 10:30 Uhr | Pause (15-20 min Speakers-Corner) |
| 11:00 Uhr | „Neurobiologische Korrelate der Dissoziativen Identitätsstörung“ Dr. med. Alexander Jatzko |
| 11:45 Uhr | „Dissoziative Amnesie und Selbstbild“ Prof. Dr. rer. nat. Hans J. Markowitsch |
| 12:30 Uhr | Mittagspause (15-20 min Speakers-Corner) |
| 13:45 Uhr | „Belastbarkeit und Suggerierbarkeit von (traumatischen) Erinnerungen“ Prof. Dr. phil. Aileen Oeberst |
| 14:30 Uhr | „Verdrängung, Wiedererinnern, Dissoziation: Eine persönlichkeitspsychologische Betrachtung“ Prof. Dr. phil. Andreas Mokros |
| 15:15 Uhr | Pause (15-20 min Speakers-Corner) |
| 15:45 Uhr | Arbeitstitel: „Veränderungen belastender Erinnerungen durch traumafokussierte Interventionen“* PD Dr. rer. nat. Larissa Wolkenstein (inkl. 15 min Publikumsfragen) |
| 16:45 Uhr | Podiumsdiskussion Prof. Dr. med. Ulrich Sachsse mit allen ReferentInnen |
| gegen 18:15 Uhr | Ende der Veranstaltung |
Sonntag, 20. September 2026
| ab 8:30 Uhr | Ankunft |
| 09:00 Uhr | Arbeitstitel: „Rituelle sexuelle Gewalt an Kindern“* Manfred Paulus |
| 09:45 Uhr | Prof. Dr. phil. Petra Hasselmann |
| 10:30 Uhr | Pause (15-20 min Speakers-Corner) |
| 11:00 Uhr | Kirsten Böök |
| 11:45 Uhr | Arbeitstitel: „Kinderschutz im Familien- und Strafrecht“* Rudolf von Bracken |
| 12:30 Uhr | Mittagspause (15-20 min Speakers-Corner) |
| 13:30 Uhr | Dagmar Bethke |
| 14:30 Uhr | Podiumsdiskussion Prof. Dr. med. Ulrich Sachsse mit allen ReferentInnen |
| gegen 16:00 Uhr | Verabschiedung der Gäste |
*Anmerkung: Vortragstitel sind derzeit teilweise nur als vorläufiger Arbeitstitel vermerkt, teilweise, noch nicht endgültig abgestimmt oder bisher noch nicht festgelegt.

Informationen zur Veranstaltung
- Dreitägige Fachveranstaltung inkl. Verpflegung
- Fortbildungspunkte, akkreditiert durch LÄK und LPK
- Kartenverkauf ab 01.12.2025 über unsere Anmeldeplattform möglich
- 10% Frühbucherrabatt bis einschl. 31.03.2026
- Vergünstigte Hotelkontigente buchbar, solange der Vorrat reicht
Fachtagung
18. - 20. September 2026
Veranstalter
Kitzberg-Kliniken
Bad Mergentheim
Veranstaltungsort
Kursaal im Kurhaus Bad Mergentheim
Lothar-Daiker-Straße 2
97980 Bad Mergentheim
Tagungsleitung

Dr. phil. Martina Holdreich
Leitende Psychologin
Erwachsenenbereich Psychosomatik
Psychotherapeutisches Zentrum Kitzberg-Kliniken

Jutta Bungenstab
Chefärztin
Erwachsenenbereich Psychosomatik
Psychotherapeutisches Zentrum Kitzberg-Kliniken










